Lebenszickzack*

Geboren (17.03.1950) und aufgewachsen in Kassel.

Schöne Kindheit im Schlangenweg.

Grundschule und Herderschule mit Schrecken bis zur 11. Klasse.

1969 Flucht nach Amsterdam und glückliche Heimkehr nach Kassel.

Anschließend Ausbildung zum Buchhändler im Bärenreiter Verlag bis 1972.

Die Politisierung beginnt als Gewerkschaftsmitglied seit 1969.

Früher Abschluss einer einst verheißungsvollen Karriere als Rocksänger.

Späte Fachhochschulreife 1974 an der Paul-Julius-von-Reuter-Schule; die Aufholjagd beginnt:

Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Gesamthochschule Kassel (GhK), heute: Universität Kassel

Aufbaustudium zum Dipl Hdl. und wiss. Mitarbeit in der Forschungsgruppe Produktivkraftentwicklung Nordhessen bei Prof. Dr. K.H. Tjaden 1984.
Abschluss (1986) der Promotion zum Dr.rer.pol.: Regionalentwicklung und Kapitalbewegung. Zur Herausbildung großräumiger Verdichtungsgebiete zwischen 1800 und 1914 in Deutschland (Prof. Dr. K.H. Tjaden; Prof. Dr. W. Ruf)

Unter anderem Lehraufträge an der GhK, wiss. Tätigkeit bei Prof. W. Ruf (Intergesellschaftliche/Internationale Beziehungen)

Wiss. Tätigkeit im Forschungsinstitut für Arbeiterbildung an der Universität Bochum
Kooperationsinstitut mit der IG Metall Vorstandsverwaltung bis 1989

Wiss. Tätigkeit am Institut für Arbeitswissenschaften der Gesamthochschule Kassel

Überdruss an prekärer Beschäftigung.
1990 Übergang in die Arbeitskultur der Automobilindustrie nach Wolfsburg.
Vorteil: Eine neue Welt und ein Normalarbeitsverhältnis

Höhepunkt: Arbeiten in einer Fabrik in Wolfsburg mit ca. 60.000 Beschäftigten
Tiefpunkt: Individuelle Verwirrung in einer Fabrik mit ca. 60.000 Beschäftigten

1994 Verantwortliche Übernahme von Projekten zur Einführung von Gruppenarbeit im Werk Kassel der VW AG in Baunatal.

Aufnahme ins Management der Volkswagen AG

Wohnort endlich wieder Kassel

Späte Heirat 1997.

Höhepunkte: Zusammenarbeit mit Menschen in der Fabrik, Ahle Wurscht und gemeinsame Erfolge bei der Einführung von Gruppenarbeit in der Fabrik.
Ein Jahr in der VW-Ford-Fabrik in Puebla/Lissabon in Portugal.
Zuletzt bis 2012: Verantwortlich für die Aus-, Fort-, und Weiterbildung im Werk Kassel.

Verzweifelte Versuche als Marathonläufer zu reüssieren: Frankfurt, Berlin, Kassel. Bestzeit 3:34. Dann hat die Achillessehne “Nein” gesagt und sich entzündet. 

Ziemlich Erfolglose Arbeit als Aufsichtsrat beim Fußballverein KSV Hessen Kassel. Die Liebe bleibt unerschütterlich. Der Verein geht 2018 in die Insolvenz und in die 5. Liga (Hessenliga)

Lehraufträge an der Universität Kassel am Institut für Berufsbildung (Prof. Dr. Ute Clement).

Ziemlich perspektivlose Wiederaufnahme einer Karriere als Rock- und nun auch Bluessänger und Gitarrist. Lehrmeister Harry Stingl. Musikalisches Vorbild: Eric Clapton.

2012 Eintritt in die Rente mit Aussicht auf viel inhaltliche Arbeit.

Die Erkenntnis: Das Leben als Rentner ist ein steiniger. Die Freiheit kann auch einsam machen.

Daneben einiges geschrieben und veröffentlicht. Das meiste bleibt unbeachtet.
Konzertkritiken in der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA)

Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Krause-Vilmar. Erster Kontakt Ende der siebziger Jahre beim gemeinsamen Fußballspiel.

2018 Buchveröffentlichung im Schüren Verlag: Arbeit und Industrie in Kassel. Zur Industrie- und Sozialgeschichte von 1914 bis heute.

Februar 2020 ein Neustart als Blogger zu Kasseler Themen. Immer wieder Wirtschaft und KSV  Hessen. Wenn das nur endlich zusammen käme!

*Begriff von dem freundlichen und interessanten Schweizer Schriftsteller Willi Wottreng geklaut.

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