Kommunalwahl 2021

Soziale Spaltung in Kassel. Auch darauf sollten die Parteien eine Antwort haben!

Beschäftigung: In Kassel arbeiten 80% im Dienstleistungsbereich, zu einem großen Teil in prekärer Beschäftigung, (Bad Jobs: Minijobs, Multijobs, befristet und unterbezahlt), deren Ausmaß unbekannt ist. Warum wissen wir nichts darüber? Weil nicht untersucht wird!

Einkommen: Mediangehälter (Durchschnitt) 2017  Stadt Kassel 3.246 €; D: 3.770 € (br./Monat)

Arbeitslosigkeit:   Stadt Kassel: 7,3%; Hessen: 4,4%; D: 5,9% (2019) Nord-Holland: 17,6% Rothenditmold: 17,6%

Altersarmut: Grundsicherung der über 65-jährigen (“Hartz IV”) Stadt Kassel: 7,9% (2019); D: 3,3% (2020) (Anteil Einwohner)  Nord-Holland: 21,8% Wesertor: 21,2% 

Überschuldung: 15% der Kasseler Einwohner sind überschuldet. Nord-Holland: 29%; Rothenditmold 28%; Wesertor 24%.

Nach Corona: IHK: Vor allem in der Reisebranche, im Gastrogewerbe und bei den kleinen Einzelhändlern droht eine Pleitewelle. Wer wird von den freien Kulturschaffenden, den Soloselbstständigen noch übrig bleiben? Was wird aus der freien Kulturszene?

Nach Corona: Der Industrie drohen im Raum Kassel Verluste im Umfang von 6.000 bis 8.000 Beschäftigten. Gründe: Digitalisierung und Klimawandel (“Dekarbonisierung”). Gibt es hierzu eine Risikoabschätzung?

Die Politik der Stadt Kassel: „Kopf hoch“ ist prima und hat geholfen. Das reicht aber nicht. Die Stadt braucht einen Masterplan 2030 zur Zurückdrängung der wirtschaftlichen Risiken und  sozialen Ungleichheit.

Ein Klimaschutzrat hat die Stadt. Warum gibt es keinen Wirtschafts- und Sozialrat? Aufgabe: Entwicklung des Masterplans “Wirtschaft und Soziales 2030”.

4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Prof. Dr. Thomas Vollmer
    11. März 2021 12:05

    Die hier zusammengestellten Daten sprechen für sich: Wenn die Zukunft Kassels politisch gestaltet werden soll, muss unter Einbeziehung von Expertenwissen ein Masterplan erarbeitet werden. Die Expertisen des Klimarates und eines Wirtschafts- und Sozialrates sind sinnvoll und notwendig. Da nachhaltige Entwicklung nur zu erreichen ist, wenn Ökologie, Soziales und Ökonomie mit den damit verbundenen Wechselwirkungen und Widersprüchen begriffen werden, erscheint es sinnvoll, die Expertise dieser Räte nicht isoliert in die Entwicklungsplanung einzubeziehen, sondern seitens der Stadt ein Zukunftsforum einzurichten, in dem die Räte ihre Vorschläge mit Blick auf eben diese Wechselwirkungen und Widersprüchen diskutieren und Vorschläge für einen „Masterplan Kassel 2030“ erarbeiten. Angesichts des Auseinanderdriftens der sozialen Verhältnisse in den Stadtteilen wäre es folgerichtig, die Ortsbeiräte an einem solchen Zukunftsforum zu beteiligen.

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  • Wolfram Bremeier
    1. März 2021 14:22

    Ich kann das nur unterstützen. Im Grundsatz geht es um Stadtentwicklungspolitik und eine Priorisierung von Maßnahmen und des Mitteleinsatzes. Dazu gehören auch Bilder, durch die Menschen angesprochen werden. Wir haben früher einmal davon gesprochen, aus der Holländischen Straße eine Holländische Allee zu gestalten, um bewusst zu machen, dass wir gleichwertige Verhältnisse in der Stadt schaffen wollen.

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  • Armin Ruda
    1. März 2021 12:06

    Es gibt einen Antrag in diese Richtung, der bei der letzten UBA-Sitzung vorgestellt wurde. Hierzu soll und wird es nach der Kommunalwahl eine eigene Veranstaltung, die wohl Timon organisert, geben.

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  • Werner Assmann
    26. Februar 2021 16:18

    Richtig und wichtig!
    Ich werde mich dafür einsetzten in meiner Partei der SPD!
    Ich werde für den nächsten Parteitag einen Antrag dazu einbringen damit Arbeit und Umwelt in ein Gleichgewicht kommen!

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